Verengung der Halsschlagader
Die Verengung der Halsschlagader verursacht statistisch 20% aller Schlaganfälle. Deshalb muss diese Gefäßveränderung rechtzeitig und prophylaktisch behandelt werden, um einen Schlaganfall zu vermeiden. Groß angelegte Studien (ACAS und ACST) haben bewiesen, dass dieses Ziel durch eine Operation erreicht werden kann.
Eine schwerwiegende Folgeerscheinung der Operation ist das Auftreten eines Schlaganfalles während des Eingriffs. Um dem oben genannten Studienergebnis gerecht zu werden, sollte das durch eine Operation verursachte Apoplexie-Ergebnis einer Klinik beziehungsweise eines Operateurs möglichst unter 3,5 % Prozent liegen. Im Klinikum Fichtelgebirge können wir bis dato erfreulicherweise ein Ergebnis von 0% Schlaganfall vorweisen. Um dem Patienten intraoperativ das bestmögliche Monitoring zu ermöglichen, wurden verschiedene Systeme entwickelt, um während der Operation die Hirnströme abzuleiten und zu kontrollieren. Als effektivste Vorgehensweise hat sich die Durchführung der Operation in örtlicher Beäubung , s.g. Regionalanästhesie, bewährt. Dabei ist der Patient wach und ansprechbar, sodass die neurologischen Funktionen exakt überprüft und bei Auffälligkeiten Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Wir führen die Halsschlagader-Operationen ausschließlich in Regionalanästhesie durch.
Verengung der Becken- und Beinschlagader
Die Behandlung der Verschlussprozesse der Becken- und Beinarterien beinhaltet die konservativen, interventionellen und operativen Maßnahmen. Während Verengungen und kurzstreckige Verschlüsse mit einem Ballon aufgedehnt werden können, müssen die lanstreckigen Verschlusssegmente mittels eines Bypasses korrigiert werden. Dabei gilt die Vorgabe, dass die eigene Vene das beste Bypassmaterial mit dem besten Langzeitergebnis darstellt. Wir stellen unsere Diagnosen anhand der TASC-Kriterien und bieten die gesamte Bandbreite der Behandlungsmöglichkeiten der arteriellen Verschlusskrankheiten von der Bauchschlagader bis zum Fuß. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie werden operationsunabhängige Maßnahmen durch die Radiologen mittels einer modernen DSA-Anlage durchgeführt.
Aussackung der Bauchschlagader
Die Aussackungen der Bauchschlagader werden konventionell, das heißt durch den Bauchschnitt beziehungsweise endovaskulär, über die Leisten, ausgeschaltet. Die endovaskuläre Methode ist im Vergleich zur konventionellen Operationstechnik minimalinvasiv, jedoch muss vorab anhand einiger Kriterien überprüft werden, ob der Patient für diese Methode geeignet ist. Wir führen beide Methoden in unserer Klinik durch.
Behandlung des Diabetischen Fußes
Die kritische Folgekrankheit des Diabetischen Fußes ist das Auftreten von nicht heilenden Wunden. Diese Krankheit kann zum Beinverlust führen. Wir behandeln dien offenen Wunden seit Entstehen der Gefäßchirurgie am Klinikum Fichtelgebirge anhand der Empfehlungen der modernen Wundtherapie. Beim Misserfolg der konservativen Maßnahmen ist beim Diabetischen Fuß meistens mit einer speziellen Bypassoperation am Unterschenkel oder am Fuß eine Hilfestellung möglich, um eine Großamputation zu vermeiden. Durch die Etablierung der so genannten "cruro-pedalen Bypasschirurgie" konnten wir bislang in zahlreichen Fällen Beinverluste vermeiden und damit einen erhebliche Beitrag zur Lebensqualität der Patienten leisten.
Behandlung des offenen Beines
Die Ursache de offenen Beines kann arteriell, venös oder durch eine spezifische Erkrankung der Haut selbst bedingt sein. Zusätzlich zur Ursachenbekämpfung (Verbesserung der Durchblutung beziehungsweise Beseitigung der Krampfadern) ist es von enormer Bedeutung, wie die Wunde selbst behandelt wird. Hierzu setzen wir die modernen Wundtherapeutika neben Vakuumtehrapie und Spalthautdeckung ein. In enger Zusammenarbeit mit den ambulanten Einrichtungen setzen wir uns für eine einheitliche, effektive und kostengünstige Methode der offenen Wundbehandlung auch außerhalb des Klinikums ein.
Behandlung der Krampfaderkrankheit
Bei der behandlung der Krampfadern kommt neben der korrekten Beseitigung der Varizen dem ästhetischen Endergebnis eine große Bedeutung zu. Wir führen die Operationen ausschließlich in Blutleere durch. Dies ermöglicht eine erhebliche Reduktion des Blutverlustes, ein übersichtliches Arbeiten, Entfernung der Venen durch Minischnitte ("Miniphlebektomie") und möglichste geringhaltung der Schnittzahl.
Durch den Einsatz von modernen endoluminalen Verfahren können wir das operative Trauma reduzieren. Wir setzen das Laser-Verfahren (EVLT) ein. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die zu entferndende Stammvene an Ort und Stelle mittels einer Punktion ausgeschaltet wird. Die Vene bracuht in diesem Fall nicht mehr entfernt zu werden.
Eine weitere Therapiemöglichkeit der Krampfadern ist die Verödung. Hierbei wird die Vene mittels einer alkoholischen Lösung verätzt und verschlossen. Während für die kleinen Venen und besenreiserdas Verödungsmittel in Flüssigform ausreicht, werden die größeren Venen mittels Schaumverödung ausgeschaltet. In speziellen Fällen machen wir von allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Gebrauch, um sowohl ein medizinisch als auch kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen.
Behandlung der fortgeschrittenen Niereninsuffizienz
Bei einer fortgeschrittenen Störung der Nierenfunktion wird das Blut außerhalb des Körpers apparativ gereinigt und dem Körper wieder zugeführt. Hierzu wird zwischen einer Arterie und einer Vene eine Verbindung geschaffen, die die Entnahme des Blutes in größerer Menge sowie die erneute Zufuhr des Blutes in den Körper in kurzer Zeit ermöglicht. Durch die Anbindugn an das Dialysezentrum am Klinikum und die enge Zusammenarbeit führen wir eine hohe Anzahl an Shuntoperationen sowie Implantationen von Dialysekathetern durch.
Weiteres Spektrum:
Implantation von Herzschrittmachern und Portkathetersystemen.
