Auch unsere Krankenpflegeschule musste einen kreativen Umgang mit der aktuellen Situation finden. 

Der Kurs 18/21 im 2. Ausbildungsjahr wurde 2 Wochen online unterrichtet über Whatsapp, E-Mail und via einer Schulcloud, welche die hauseigene EDV-Abteilung mit schneller und unbürokratischer Unterstützung des Hasso-Plattner-Instituts eilends eingerichtet hat.

Da sich nicht alle Themen für den Onlineunterricht eignen, wurde entschieden, dass die Schüler nach den zwei Wochen wieder auf die Stationen gehen, um dort ihre praktische Ausbildung weiter fortzuführen. Die versäumten Schulwochen werden im September nachgeholt.

Es erforderte vieler didaktischer Überlegungen welche Themen in welcher Form sinnvoll online unterrichtet werden können. Schulleitung Frau Kugler unterrichtete das Thema Essstörungen. Mit einigen methodischen Änderungen des Präsenzunterrichtes, ist es ihr gelungen den Schülern den nötigen Stoff online zu vermitteln. Frau Kugler nahm in jeder vom Stundenplan vorgesehenen Doppelstunde Kontakt zu den Schülern auf.
Dabei wurden die Einheiten, welche für die nächsten 90 Minuten zu bearbeiten sind, besprochen und die Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt. Alle Schüler haben immer ihre Einheiten sehr gut ausgearbeitet und in der vorgesehen Zeit auch wieder zu möglicher Korrektur zurückgemailt. Unsere Schüler gaben sich große Mühe und waren sehr fleißig. Die Ergebnisse waren hervorragend.

Im Schnellverfahren haben die Lehrkräfte eine Einführung in die neue Schulcloud erhalten, so dass der Online-Unterricht für die nächste Zeit einfacher umsetzbar ist. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere EDV-Mannschaft!

„Für eine kurze Zeit ist der Onlineunterricht eine spannende Sache, jedoch fehlt mir der persönliche Kontakt und der Austausch mit den Schülern. Es ist mir zu ruhig in der Schule“ beschreibt Frau Kugler die ungewöhnlichen Schulwochen.

Eine Schülerin dazu: "Ich habe nicht erwartet, dass Schule von zuhause einfach wird. Sowohl technische Probleme, als auch der innere Schweinehund, zu Hause etwas zu tun, musste erstmal überwunden werden. Nachdem aber Frau Neb erstmal in den WhatsApp- Klassenchat hinzugefügt worden war und somit eine recht familiäre Atmosphäre entstanden ist, wurde unsere Motivation geweckt. Durch die Mitteilung der Arbeitsaufträge am Morgen konnten wir uns den Tag nahezu so gestalten wie wir wollten - Hauptsache der Stoff saß am Abend. Die liebevollen Videos am Morgen von Frau Kugler in unserem leeren Klassenzimmer sorgten auch immer für gute Laune. Fazit: Auch im häuslichen Umfeld, ungeschminkt und in Jogginghose lässt sichs produktiv sein!"


Ethikseminar der Schüler und Schülerinnen des 3. Ausbildungsjahres der Berufsfachschule für Krankenpflege Marktredwitz im Jugendtagungshaus Wirsberg

Ende Februar diesen Jahres verbrachte unsere Klasse drei Tage im Jugendtagungshaus Wirsberg, um sich intensiv mit dem Thema Sterben und Tod auseinanderzusetzen. Zunächst wurde in der Gruppe über belastende Erfahrungen aus dem beruflichen und privaten Bereich gesprochen. Schwerpunkte des Seminars waren u.a. die palliative Versorgung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase, die Sterbephasen nach Kübler-Ross, der Umgang mit trauernden Angehörigen. Thema war auch die Sterbehilfe, die Patientenverfügung, die unterschiedlichen kulturellen Sichtweisen vor und nach dem Tod, das Bestattungswesen und vieles mehr. Am zweiten Seminartag besuchten wir das Hospiz in Naila. Frau Rothemund empfing uns und gab sehr interessante Informationen zum Hospiz. So werden die Menschen nicht als Patienten sondern als Gäste bezeichnet. Aufgenommen werden Menschen, unabhängig ihrer Nationalität und Religion, die eine schwere Erkrankung haben und sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Der Tagesablauf ist auf das Befinden der Gäste abgestimmt. Bedürfnisse und Wünsche der Gäste und ihrer Angehörigen stehen im Mittelpunkt. Wir bekamen auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu besichtigen. Es herrschte eine wohltuende Ruhe im Haus und wir merkten den großen Unterschied zu der Hektik im Krankenhaus. Dieser Hospizbesuch zeigte uns sehr deutlich, wie die optimale Sterbebegleitung ist. Als Ausgleich zu den ernsten und emotionalen Themen des Tages verbrachten wir lustige Abende zusammen mit unseren beiden Lehrer, Frau Neb und Herrn Schremmer. Dieses Seminar war für uns überaus lehrreich und wir würden es jeder Zeit wieder machen wollen.

Annika Blau, Svenja Tost, Celine Raab


Ausbildungsmesse in Selb

Danke für den zahlreichen Besuch an unserem Stand und das große Interesse an unseren Ausbildungsberufen.

  

  

 

 

 


Ausbildungstag Anatomische Institut in Jena

Einen ganz besonderen Ausbildungstag haben die Schülerinnen und Schüler des 3. Ausbildungsjahres Anfang Dezember verbracht. Zusammen mit Kursleiter Stephan Schremmer und Dr. Margarete Schirmer besuchten sie das Anatomische Institut in Jena. Dort sollten die anatomischen Kenntnisse, die im Unterricht erlernt wurden, an den Exponaten vertieft werden. Zwei Medizinstudentinnen führten die angehenden Krankenpflegerinnen und –pfleger zunächst durch die Ausstellung, in der eindrucksvolle Exponate präsentiert waren. Nach der allgemeinen Führung wechselten sie in die Räume der Präparationskurse für Medizin- und Zahnmedizinstudenten. Körperspenden spielen beim Institut eine große Rolle, vor allem für die Ausbildung angehender Ärzte sowie für die wissenschaftliche Forschung und Lehre.

Unsere Schülerinnen und Schüler konnten an einem Originalpräparat den Aufbau des menschlichen Körpers studieren. In Schutzkleidung und mit Handschuhen durfte jeder ganz nahe an den Tisch herantreten, während der wissenschaftliche Mitarbeiter der Anatomie alle Organe zeigte und erklärte. Ganz Mutige durften die Präparate auch anfassen. Die einhellige Meinung der Marktredwitzer Schülerinnen und Schüler: „Dafür, dass es möglich ist, einen so realen Einblick in den menschlichen Körper zu erhalten sind andere Menschen verantwortlich. Menschen die ihren Körper der Wissenschaft freiwillig zu Verfügung gestellt haben. Es war ein sehr eindrucksvoller Tag für uns.“