Zur Verbesserung der Versorgung Schwerverletzter forderte die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) 2006 nach einer deutschlandweiten Untersuchung die Gründung von Traumanetzwerken, um die Qualität der Behandlung schwer Unfallverletzter kontinuierlich weiter zu steigern. Hierzu haben sich mittlerweile Krankenhäuser und Kliniken unterschiedlicher Leistungsgrade regional zusammengeschlossen, um miteinander standardisierte Strukturen und Abläufe zu schaffen sowie gemeinsame Fortbildungen, Fall- und Problembesprechungen durchzuführen. Auch die Rettungsdienste und Notärzte sind in dieses Konzept eingebunden und haben die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge und Kritik einzubringen, um die Versorgung weiter zu optimieren. Seit 2009 ist die unfallchirurgische Klinik des Klinikums Fichtelgebirge im Traumanetzwerk Ostbayern und seit 2011 auch im Netzwerk Oberfranken als lokales Traumazentrum zertifiziert; es bestehen erfolgreiche Kooperationen mit den überregionalen Traumazentren in Bayreuth und Regensburg. Hausintern konnten Ablaufverbesserungen, technische Neuerungen und Änderungen etabliert werden, die Diagnostik und Therapie von Schwerverletzten weiter beschleunigen. Die ärztlichen Mitarbeiter wurden in ATLS geschult: "Advanced Trauma Life Support" ist ein US-amerikanisches Kursformat zur raschen und konsequenten Schockraumversorgung Schwerverletzter – ein weiterer Baustein zur sicheren und effektiven Patientenversorgung.

        
Oberschenkelbruch bei
liegender Knieprothese
Oberschenkelbruch bei liegender
Knieprothese – versorgt mit einem Nagel
   
Oberarmkopftrümmerbruch Oberarmkopftrümmerbruch – versorgt mit Schulterprothese
        
      
Verrenkungsbruch am
Ellenbogen
Verrenkungsbruch am Ellenbogen – versorgt mit Speichenköpfchenprothese
 
      
Oberarmbruch Oberarmbruch – versorgt mit winkelstabiler Platte
             
Oberarmbruch mit Knochenmetastasen Oberarmbruch mit Knochenmetastasen – versorgt mit Oberarmnagel
             
     Schenkelhalsnaher Oberschenkelbruch – versorgt mit      proximalem Oberschenkelnagel

Bei Verletzungen im Bereich des Schultereckgelenkes finden neben der seit vielen Jahrzehnten bewährten Methode der Rekonstruktion mittel sog. Hakenplatte (Abb.) auch neuere Verfahren wie z.B. das Dog Bone oder TightRope System der Firma Arthrex in unserem Hause Anwendung (Abb). Dabei kann Chefarzt Dr. Koehl, speziell beim Schultereckgelenk, auf seine jahrelange Erfahrungen mit diesem System zurückgreifen.

     
 Dog Bone (Fa. Arthrex) Minimalinvasive Systeme
finden in unserer Klinik
auch am Sprunggelenk...
...und bei der Daumensattelgelenksarthrose
(Rhizarthrose) Anwendung.
 Hakenplatte

 

 

Für die Operation an Knochen der Hand kommen spezielle Implantate wie zum Beispiel Kompressionsschrauben am Kahnbein oder „Spinnenplatten“ an der Handwurzel zum Einsatz.

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Klinikum Fichtelgebirge

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