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10.07.2026

Acht Babys ab 8 Uhr am 8. Juli - Rekordtag am Klinikum

Die Geburtshilfe am Klinikum Fichtelgebirge erlebt dieser Tage eine arbeitsreiche und erfreuliche Zeit: Innerhalb von nur 13 Stunden kamen am Mittwoch acht Neugeborene zur Welt – ein außergewöhnliches Ereignis, das die Leistungsfähigkeit der Marktredwitzer Geburtshilfeabteilung eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Das besondere Datum macht das Ereignis noch erwähnenswerter: Am 8. Juli, ab 8 Uhr morgens (genauer: ab 8:19 Uhr), wurden 8 Kinder geboren – eine charmante Zufälligkeit, die Familien und Mitarbeiter gleichermaßen begeistert. Alle Mütter und Neugeborenen sind wohlauf. Das Team der Gynäkologie und Geburtshilfe meistert solche intensiven Tage mit großer Professionalität und Sorgfalt.

Hebamme Carola Hörmann erklärt die Herausforderung dieser Situation: "Geburtshilfe ist nicht planbar. Gestern haben sich 8 Babys in Marktredwitz den gleichen Geburtstag ausgesucht. Das ist unvorhersehbar viel und für eine Kollegin allein nicht zu schaffen." Schnell wurden Hebammen aus dem Team zur Unterstützung gerufen – Natalia Kelep und Sona Stejskalova begleiteten die Geburten im Kreißsaal, während Carola Hörmann und Vanessa Lang gerade bei Hausbesuchen unterwegs waren.
Hörmann betont: "Weil wir freiberuflich sind und uns selbst organisieren können, können wir immer für unsere Familien da sein und auf solche Ausnahmesituationen adäquat reagieren. Unsere Arbeit verlangt absolute Flexibilität – wir sind rund um die Uhr einsatzbereit, ob im Kreißsaal oder bei Hausbesuchen und Nachsorge. Trotz des neuen Hebammen-Hilfe-Vertrages, der unsere Existenz als freiberufliche Hebammen und unsere Flexibilität unzumutbar angreift, bleiben wir für unsere Mamas und Papas genau da, wo wir hingehören – im Kreißsaal."

Oberarzt Radu Dragan und MUDr. Ladislav Dedek betreuten alle acht Geburten. Das bedeutet kontinuierliche ärztliche Verantwortung, medizinische Überwachung und Entscheidungskompetenz für Mutter und Kind bei jedem einzelnen Fall. Sie stellten sicher, dass die medizinische Sicherheit bei dieser außergewöhnlichen Belastung in vollem Umfang gewährleistet war.

Finanzielle Sicherheit für die Geburtshilfe im ländlichen Raum

Die Geburtshilfe des Klinikum Fichtelgebirge wird finanziell vom Freistaat Bayern unterstützt. Im Jahr 2025 erhielt der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge erneut eine Million Euro als Ausgleich des Defizits der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe. Das Fördergeld kompensiert die Differenz zwischen den Kosten, die der Betrieb einer Geburtshilfestation verursacht, und den Einnahmen, die dadurch erwirtschaftet werden.

"Wir danken dem Freistaat Bayern für diese wichtige finanzielle Unterstützung. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Geburtshilfe im ländlichen Raum und zur Sicherstellung einer verlässlichen medizinischen Versorgung für Familien in unserer Region", betont Landrat Peter Berek, zugleich Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikum Fichtelgebirge.
"Ich möchte mich vor allem auch bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Klinikum Fichtelgebirge herzlich bedanken, die in jedem Moment bereit stehen für das nächste Fichtelkind."

Bildinfo: (v.l.n.r.: Nicole Antelmann und Baby Moritz Standfest (bereits am 5.7. geboren), Mirka Grabowski und Miriam; Hebamme Carola Hörmann, Chefärztin Dr. Maria Dietrich; Anna-Lena Blay und Nino, Assistenzärztin Hasmik Arakelyan, Manuel Hahn, Mathilda Hahn mit Stephanie Hahn und Baby Moritz; Rosalie Schnurrer und Leo Maschauer; Pflegefachkraft Miriam Bergner, Lena Wolf und Josef Wolf und Pflegefachkraft Philipp Küfner. Drei weitere Babys und deren Mütter möchten nicht namentlich genannt werden.