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11.06.2026

Symbolische Sperrung am 12. Juni 2026 – Spardiktat gefährdet Gesundheitsversorgung im Fichtelgebirge

Das Klinikum Fichtelgebirge ist rund um die Uhr für seine Patientinnen und Patienten da – doch das geplante GKV-Spardiktat der Bundesregierung bringt uns in eine akute Notlage.

Am 12. Juni 2026 von 11:00 bis 13:00 Uhr bleibt unser Haupteingang symbolisch gesperrt.

Was uns droht

Das Spardiktat trifft uns mitten in der größten Krankenhausreform der Geschichte: Einnahmen werden pauschal gekürzt, Tarifsteigerungen nicht mehr vollständig refinanziert, der Bürokratieaufwand steigt weiter. Für das Klinikum Fichtelgebirge bedeutet das ab 2027 eine zusätzliche Belastung von 4 Millionen Euro jährlich. Die ohnehin bestehende Unterfinanzierung bayerischer Kliniken würde laut Bayerischer Krankenhausgesellschaft von 600 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro anwachsen.

Die Folgen wären konkret: eingeschränkte Notfallversorgung, längere Wartezeiten, weniger Ausbildungsplätze, Investitionsstau bei dringend benötigter Medizintechnik.

Wir fordern die Bundespolitik auf

Stoppen Sie das existenzbedrohende Spardiktat! Die Krankenhäuser brauchen die zugesagte finanzielle Luft zum Atmen, um die größte Krankenhausreform der Geschichte erfolgreich und sicher für die Bevölkerung umsetzen zu können. Die notwendigen Kosten müssen wir weiterhin bezahlt bekommen. Tariflöhne müssen weiterhin finanzierbar bleiben. Wir benötigen in den Kliniken mehr Gestaltungsfreiheit statt kleinteiliger Sanktionen und noch mehr Bürokratie. Unsere Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen sollen wieder mehr Zeit für die Menschen statt für die Dokumentation haben.
Wir haben bereits erfolgreich bewiesen, dass wir unsere Strukturen weiterentwickeln und an neue Anforderungen anpassen können.

Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Peter Berek: „Was will man den Menschen vor Ort, was will man den Patienten, den Beschäftigten der Kliniken, den Klinikträgern und der kommunalen Ebene eigentlich noch zumuten? Was man Reform nennt, ist nichts anderes als ein Verschiebebahnhof. Dass man ausgerechnet beim Gesundheitssystem nur die Symptome der Finanznot der Krankenkassen behandelt, anstatt die systemischen Ursachen wie z.B. beitragsfremde Leistungen zu beseitigen, setzt allem die Krone auf.“

„Das Klinikum Fichtelgebirge hat seine Hausaufgaben bereits gemacht. Wir haben den Standort Selb in kürzester Zeit in einen modernen Medizin Campus mit ambulantem OP-Zentrum, MVZ und wachsendem medizinischen und sozialen Angebot umgewandelt – ein struktureller Wandel, der Vorbildfunktion für andere Klinikbetriebe hat. Wir haben gezeigt, dass wir Verantwortung übernehmen und Strukturen neu denken. Jetzt ist die Bundespolitik am Zug – sie muss die finanziellen Rahmenbedingungen liefern, damit wir die Versorgung in der Region auch morgen noch sicherstellen können."
Alexander Meyer, Vorstand Klinikum Fichtelgebirge

Mit unserer Leistungsfähigkeit möchten wir weiterhin für die Menschen in unserer Region da sein. Wir fordern die Politikerinnen und Politiker auf, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.