Einschlusskriterien

  • Alter 45-80 Jahre
  • IPSS > 12
  • Prostatavolumen 30-100 ml

 

Ausschlusskriterien

  • PCA oder TCC
  • Neurogene BES
  • Blasensteine, Divertikel
  • Aktive HWI- bzw. Katheterversorgung
  • Behandelte chronische Prostatitis
  • Urethrastenose
  • Blasenhalsstenose
  • CIC
  • RH>300 ml Harnverhaltung
  • Patienten unter Marcumartherapie oder Ersatzmedikamenten (Pradaxa, Xarelto, Eliquis)
  • Voroperierte Prostata

 

Die Patienten sollten möglichst geeignet sein für eine Spinalanästhesie und ohne schwerwiegende kardiovaskuläre Erkrankung.

Das Leistungsspektrum der urologischen Klinik umfasst sämtliche modernen urologischen Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie Operationstechniken. Dies sind unter anderem:

  • alle Standardeingriffe der Kinderurologie. Operationen bei Vorhautverengungen (plastische, partielle, komplette Beschneidungen), Hodenhochstand und Wasserbruch. Korrekturoperationen im Bereich des Nierenbeckenabgangs (Pyeloplastik über muskelschonende Lumbotomie) und der Harnleitermündung (Antirefluxplastik und Harnleiterneueinpflanzung) sowie der Harnröhre (einseitige Penisaufrichtungen und Harnröhrenplastiken). Auch alle endoskopischen kinderurologischen Eingriffe werden durchgeführt wie beispielsweise die Kollagenunterspritzung bei Refluxkrankheit (subureterale endoskopische Antirefluxplastik – SEARP), Operationen von Harnröhrenklappen oder -engen und minimalinvasive endoskopische Lasersteinzertrümmerung und Entfernungen von Harnsteinen.
  • sämtliche organerhaltenden und Radikaloperationen, auch laparoskopisch, bei urologischen Tumorerkrankungen, insbesondere bei Nieren-, Nierenbecken-, Harnleiter- und Harnblasenkarzinomen sowie bei Prostata- und Hodenkrebs. Von überregionaler Bedeutung sind hierbei insbesondere die erweiterte abdominelle Lymphknotenentfernung beim Nierenkrebs sowie die Entfernung der szintigrafisch markierten Schildwächterlymphknoten beim Prostatakrebs, die bislang nur in wenigen Zentren angeboten werden. Eine Besonderheit unserer Klinik ist neben der radikalen Blasenkrebschirurgie mit Anlage von Ersatzblasen aus Darm auch die fallweise organerhaltende Therapie bei Harnblasentumoren durch Kombination von endoskopischer Resektion und nachfolgender Radiochemotherapie. Auch die neue organerhaltende Brachytherapie (lokale Strahlentherapie) mittels LDR-Verfahren bei geeigneten Patienten mit Prostatakrebs wird ambulant angeboten.
  • Die Versorgung mit Prothesen und Implantaten bei Verlust von Organfunktionen, z. B. Hoden-, Penis- und Schließmuskelprothesen. Das Harnröhrenband TVT (tensionfree vaginal Tape) und TOBT (transobturatorisches Tape) bei der Blasenschwäche der Frau sowie endoskopische Schließmuskelimplantate mit Kollagenunterspritzung gehören ebenfalls zum operativen Spektrum. Die minimal invasive Behandlung der Belastungsinkontinenz des Mannes mit einer bulbourethralen Schlinge (ARGUS Band) wird angeboten.
  • Alle modernen Verfahren bei Zeugungsunfähigkeit wie die antegrade Varikozelensklerosierung (Krampfaderverödung), die mikrochirurgische Vasovasostomie oder Tubulovasostomie (Rekonstruktion der ableitenden Samenwege), die operative Behandlung von Penisverkrümmungen und der Induratio penis plastica (IPP) werden angeboten.
  • Die überregional bedeutsamen minimalinvasiven Verfahren zur Harnsteintherapie mittels ESWL (berührungsfreier Steinzertrümmerung) sowie endoskopischer ureteroskopischer und perkutaner Steinentfernung durch miniaturisierte Endoskope und innovative Lasertechnik werden in großer Zahl durchgeführt. Durch die Kombination dieser Verfahren können offene Steinoperationen fast vollständig vermieden werden.
  • Die überregional bedeutsame minimalinvasive Photoselektive Vaporisation der Prostata mittels XPS-Greenlight-Laser (Greenlight-Laser-PVP) zur Vermeidung möglicher Nebenwirkungen der üblichen transurethralen diathermischen Resektion der Prostata (TURP) insbesondere bei Risikopatienten wird seit Jahren durchgeführt.
  • Die Chemo- und Immuntherapie bei allen urologischen Krebserkrankungen. Diese Behandlungen werden in der Regel ausschließlich ambulant durchgeführt.

Die Urologische Klinik ist mit den modernsten Instrumenten und medizinischen Geräten ausgestattet, die derzeit verfügbar sind. Dies sind unter anderem:

  • eine umfassende Ausstattung mit urologischen Endoskopen, darunter neueste semirigide sowie flexible, miniaturisierte Fiber-Endoskope, die nur noch einen Durchmesser von 2–3 mm aufweisen. Diese werden für die atraumatische Harnblasenspiegelung bei Kindern und die minimalinvasive endoskopische Harnleiterstein-Behandlung verwendet. Weiterhin erfolgen endoskopische Resektionen (z. B. Prostata-Operationen durch die Harnröhre) bedarfsweise mit dünnkalibrigen Resektoskopen oder mit modernen Niederdruck-Resektoskopen
  • zwei endoskopische Videotürme, die der verbesserten Detailerkennung und damit der optimalen Sicherheit bei endoskopischen Operationen dienen.
  • eine PDD-Endoskopieeinheit (Combilight PDD) zur photodynamischen Diagnostik und Therapie von oberflächlichen Harnblasenkarzinomen, die bei normaler Xenonlicht-Endoskopie nicht ausreichend zu erkennen sind, mittels Fluoreszenzlicht und Tumorzellmarkierung mit dem Fluoreszenzfarbstoff Hexvix.
  • eine umfassende Instrumentenausstattung für minimalinvasive und optimierte offen operative Eingriffe, vom Mikroinstrumentarium für Eingriffe mit dem OP-Mikroskop (Varioskop HM500)bis zu selbsthaltenden Operationssperrern (Omnitract).
  • eine intraoperative Gammamesssonde (C-Trak) zum Auffinden und zur Entfernung von verdächtigen, szintigrafisch markierten Lymphknoten während großer Tumoroperationen, beispielsweise beim Prostata- und Peniskrebs.
  • mikroprozessorgesteuerte Hochfrequenz-Diathermiegeräte der neuesten Generationen für das sichere, gewebeschonende mono- und bipolare diathermische Schneiden und Blutstillen bei endoskopischen und offenen Operationen.
  • ein Diodenlaser (Medilas D) zur minimalinvasiven endoskopischen Behandlung von Tumoren und Harnleiterengstellen.
  • ein Holmiumlaser (Medilas H20) und ein moderner frequenzverdoppelter Doppelpuls-Nd:YAG-Laserlithotriptor (Laserworld U100) zur gewebeschonenden endoskopischen Zertrümmerung von Harnleiter- und Nierensteinen, die auf ESWL-Stoßwellen nicht ausreichend ansprechen.
  • ein moderner Greenlight-XPS-Laser zur photoselektiven Vaporisation der Prostata bei benigner Prostatahyperplasie (BPH).
  • eine eigene stationäre, d. h. ständig verfügbare extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie-Anlage (ESWL Compact Delta) mit simultaner Röntgen- und Ultraschallzielvorrichtung zur strahlenarmen Ortung und schonenden, narkose- und berührungsfreien extrakorporalen Zertrümmerung von Nieren- und Harnleitersteinen.
  • eine digitale Röntgenanlage (Uroskop Omnia) der neuesten Generation mit elektronischer Signalverstärkung für strahlenarme Röntgenuntersuchungen. Diese Anlage ist besonders auch für urologische Röntgenuntersuchungen bei Kindern geeignet.
  • drei moderne hochauflösende Ultraschallgeräte inkl. Farbduplex- und Endosonografiesonden (BK Ultravias 800, BK Flex Focus 500, BK Hawk 2102) für die strahlenfreie Diagnostik von Organveränderungen und Durchblutungsstörungen im Urogenitalbereich.
  • ein EMDA-Gerät (Electromotive Multi-Drug Administration, Physionizer-30), das zur wenig belastenden Behandlung von hartnäckigen Beschwerden bei chronischer Reizblase verwendet wird.
  • ein modernes PC-gestütztes Zystomanometriegerät zur genauen urodynamischen Abklärung von Harninkontinenz und Blasenschwäche.
  • eine Operations-Lupenbrille mit 3,5-facher Vergrößerung für plastische Operationen bei Kindern.
  • ein kopfgetragenes OP-Mikroskop mit 7-facher Vergrößerung (Varioskop HM 500) für die nerven- und potenzerhaltende Prostatakrebsoperation

Weiterbildungsermächtigung

  • CA PD Dr. Wolfgang Schafhauser verfügt in der Urologischen Klinik über die volle Weiterbildungsermächtigung für den Facharzt für Urologie (60 Monate) nach der Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 (in der Fassung der Beschlüsse vom 12. Oktober 2013)
  • Ltd. OA Dr. med. Alexander Kugler verfügt in der Urologischen Klinik über die volle Weiterbildungsermächtigung für die Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie (12 Monate) nach der Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 (in der Fassung vom 16. Oktober 2011)

Weiterbildungsermächtigung

Die großen urologischen Abteilungen in Bayern haben in den meisten Fällen die volle Weiterbildungsermächtigung, allerdings verfügen nur sehr wenige urologische Kliniken über die zusätzliche Weiterbildungsermächtigung für Medikamentöse Tumortherapie.
Wir betrachten dies als einen besonderen Standortvorteil für das Klinikum Fichtelgebirge! 

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